Stärkung der Demokratie:
Was kann (Kriminal-)Prävention leisten?

Fachtag am 24. November 2021

gemeinsam veranstaltet durch die Landespräventionsräte
Brandenburg und Sachsen

Vortragende

Ute Radüg

Gastmoderation

Ute Radüg ist Diplom-Pädagogin und seit mehr als 20 Jahren als Coach und Trainerin tätig. Sie ist Moderatorin, Systemische Therapeutin und NLP-Master.
Sie ist ausgebildete Mediatorin und war im Rahmen ihrer Tätigkeit über mehrere Jahre als Moderatorin verschiedener Workshops für den Deutsche-Bahn-Konzern tätig.
Des Weiteren ist sie zweifach in gewaltfreier Kommunikation ausgebildet.
Zu ihrem Tätigkeitsfeld gehören u. a. die Durchführung von Seminaren und Workshops für unterschiedlichste Klientel, nicht nur zur Bewältigung von Konflikten, sondern auch zu anderen Schwerpunkten.
In ihrer Region ist sie als Supervisorin für die Notfallseelsorge des Katastrophenschutzes vorgesehen.

MICHAEL STÜBGEN

Begrüßung

Michael Stübgen ist seit 2019 Minister des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg und in dieser Funktion zugleich Vorsitzender des Landespräventionsrates Brandenburg. Nach dem Studium der Theologie in Berlin und Naumburg/Saale und dem Abschluss beider Staatsexamina erhielt er 1989 seine Ordination zum Pfarrer.
Herr Stübgen war in der Zeit 1990 bis 2019 Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und 2018 bis 2019 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Er ist seit 2019 Landesvorsitzender der CDU Brandenburg.

PROF. DR. ROLAND WÖLLER

Begrüßung

Prof. Dr. Roland Wöller ist seit 2017 Sächsischer Staatsminister des Innern und in dieser Funktion zugleich Vorsitzender des Landespräventionsrates Sachsen. Nach dem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Dresden mit dem Abschluss Diplom-Volkswirt promovierte er 2002 zum Dr. phil..
Prof. Dr. Wöller war im Zeitraum September 2007 bis Juni 2008 Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, im Anschluss bis März 2012 Sächsischer Staatsminister für Kultus und Sport. Seit 1988 ist er Mitglied der CDU. Seit Oktober 1999 ist Prof. Dr. Wöller Mitglied des Sächsischen Landtags.

Prof. Dr. Werner J. Patzelt

Referent

Werner J. Patzelt, Prof. Dr. phil. habil., M.A., 1976-1980 Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Neueren Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Studienaufenthalte an den Universitäten Straßburg und Ann Arbor, USA.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann Akademischer Rat am Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Universität Passau; dort 1984 Promotion („Grundlagen der Ethnomethodologie“; ausgezeichnet mit dem Kulturpreis Ostbayern), 1990 Habilitation („Abgeordnete und Repräsentation“, ausgezeichnet mit dem Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages).
1991 Gastprofessor an der TU Dresden, 1992 Gründungsprofessor des dortigen Instituts für Politikwissenschaft, 1993 Berufung auf dessen Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich. Später u.a. Studiendekan und mehrfach Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politikwissenschaft.

Frank Richter

Referent

Frank Richter ist Diplomtheologe und war von 1994 bis 1997 Jugendseelsorger des Bistums Dresden-Meißen. Von 2001 bis 2006 war er Referent für Religion und Ethik am Sächsischen Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung in Radebeul. In den Jahren 2009 bis 2017 war er Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und ist seit 2019 Mitglied des Sächsischen Landtags.
1995 wurde er für sein gesellschaftliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Frank Richter steht für ein Land, in dem die Menschen frei, ehrlich, solidarisch und zuversichtlich miteinander leben können.
Er setzt sich für Solidarität zwischen den Reichen und den Armen, zwischen den Menschen in den Städten und denen in den Dörfern sowie zwischen den Jungen und den Alten ein und kämpft gegen Angstmacherei und Engstirnigkeit.

Dr. Michael Kohlstruck

Referent

Dr. Michael Kohlstruck studierte Philosophie, Politikwissenschaft, Germanistik und sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden und promovierte auf dem Gebiet der Politikwissenschaft.
Seit dem Jahr 2000 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und leitet dort die Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus. Diese wurde 1999 gegründet und stellt eine Schnittstelle zwischen der politischen und pädagogischen sowie der wissenschaftlichen Praxis dar.
Die Arbeitsstelle informiert über Jugendgewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus und berät bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, führt eigene Fortbildungsveranstaltungen durch und betreibt im Rahmen von Lokalstudien Forschungen zur Situation von Jugendlichen in Berlin und Brandenburg.
Zu den Arbeitsschwerpunkten von Herrn Dr. Kohlstruck gehören u. a. der zeitgenössische Rechtsextremismus, Antisemitismus und Gewalt sowie Prävention, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik.

Forum A

13.15 – 14.50 Uhr

„Die Menschen mitnehmen im ländlichen Raum: Probleme, Sprache und Dialog“

Impulsreferate

  • Marion Prange (Bürgermeisterin Ostritz) und Bernd Stracke (Institut B3, Sachsen): Ostritzer Friedensfeste statt Neonazi-Events
  • Susanne Springborn
    Landessportbund Brandenburg
  • Moderation der Diskussion:
    Markus Klein 
    Geschäftsführer demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung

MArkus Klein

Moderation Forum A

Markus Klein ist Geschäftsführer von demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung.
Er ist diplomierter Sozialarbeiter und Master of Public Policy. Seit dem Jahr 2012 arbeitet er in Brandenburg. Von 2013 bis 2016 war er Mitarbeiter im Mobilen Beratungsteam Potsdam und ist seit 2016 Leiter des Instituts demos und dessen Geschäftsführer. demos setzt sich für eine lebendige demokratische Kultur in Brandenburg und gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ein.
Zu den zentralen Themen von Markus Klein und demos gehören die gesellschaftliche Beteiligung und die kritische Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Entwicklungen.

Marion Prange

Impulsgeberin

Marion Prange studierte Betriebswirtschaft und ist seit 2008 Bürgermeisterin in Ostritz.
Seit dem Jahr 2011 ist sie darüber hinaus Geschäftsführerin der drei kommunalen Gesellschaften.
Im Jahr 2020 wurde sie für ihr ehrenamtliches kommunales Engagement mit dem Helene Weber-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wird von der Bundesregierung an Frauen verliehen, die sich politisch und zivilgesellschaftlich sowie frauen- und gleichstellungspolitisch engagieren und sich für den kommunalpolitischen Nachwuchs sowie die Vielfalt in der Kommunalpolitik einsetzen.
Marion Prange ist Mitglied in der Fachkommission zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Wahlämtern des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung und Mitglied im ORGA-Team der Ostritzer Friedensfeste.

Bernd Stracke

Impulsgeber

Bernd Stracke ist Projektleiter im „Institut B 3 Beratung – Begleitung – Bildung e. V.“ und setzt sich seit mehreren Jahren mit rechtsextremen Subkulturen und Strukturen in der Oberlausitz und Ostsachsen auseinander.
Im Jahr 2000 war er Mitbegründer der Initiative „AUGEN AUF – Zivilcourage zeigen im Landkreis Löbau-Zittau“ und engagiert sich seit 2002 in der „Civitas Netzwerkstelle“ im Landkreis Löbau-Zittau.
Von 2005 bis 2009 saß er für die Bürgerliste im Löbauer Stadtrat und ist darüber hinaus Mitglied im Kriminalpräventiven Rat.
Seit 2007 ist er externer Koordinator des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT“ für den Lokalen Aktionsplan Löbau-Zittau und arbeitet u. a. als Berater für Kommunen gegen Extremismus beim Aktionsbündnis Zivilcourage e. V..
Für den LPR Sachsen (ASSKomm) ist er als Coach in der kommunalen Prävention tätig und ist Projektleiter des Modellprojektes: „Zwischen Wut und stillem Protest – Der Umgang mit gesellschaftlichen Wertekonflikten am Beispiel der Fernverkehrsstraße B96“ für die BpB und den sächsischen LPR.

Susanne Springborn

Impulsgeberin

Susanne Springborn absolvierte ihr Studium als M.A. für Geisteswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Fächern Sportwissenschaft, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft. Nach ihrer aktiven Zeit als Leistungssportlerin und Übungsleiterin ist sie seit vielen Jahren ehrenamtlich tätig.
Im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ setzte sie sich beim Landessportbund Brandenburg e.V. von 2010 bis 2020 im Projekt „BeratenBewegen – DRANBLEIBEN“ für ein demokratisches Miteinander und gegen (Rechts-) Extremismus im Sport ein. Seit Juni 2020 ist sie für den Bereich der Vereinsberatung und -verwaltung im Landessportbund Brandenburg zuständig.

Forum B

13.15 – 14.50 Uhr

„Gesellschaft & Corona: Wie gelingt gute Kommunikation und Beratungsarbeit in kommunalen Krisensituationen?“

Impulsreferate

  • René Wilke
    Oberbürgermeister Stadt Frankfurt (Oder)
  • Sebastian Reißig
    Geschäftsführer Aktion Zivilcourage V. 
  • Moderation der Diskussion:
    Andreas Tietze
    Moderator und Referent für politische Bildung und Beratung, Aktion Zivilcourage e. V.

Andreas Tietze

Moderation Forum B

Andreas Tietze ist ausgebildeter Kaufmann für Bürokommunikation und seit 2017 Referent für politische Bildung und Beratung der Aktion Zivilcourage e.V. in der Sächsischen Schweiz.
Als Projektleiter im Projekt „Gemeinsam stark für Demokratie“ berät und vernetzt er kommunale Verantwortungstragende der Verwaltung, der inneren und äußeren Sicherheit sowie der Zivilgesellschaft und moderiert Formate u.a. für die sächsische Staatskanzlei, Landkreise und Ministerien.
Zudem bildet er gemeinsam mit seinen Kolleg:innen seit 2018 Moderator:innen für kommunale Konfliktsituationen aus.
Von 2010 bis 2013 war er Büroleiter der damaligen sächsischen Staatsministerin für Kunst und Wissenschaft im Sächsischen Landtag.
Von 2013 bis 2017 wirkte Herr Tietze zudem an der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und war maßgeblich für die Entwicklung von Moderations- und Kommunikationsformaten u. a. zu den Themen Asyl, PEGIDA und Stadtentwicklung verantwortlich.

RENÉ WILKE

Impulsgeber

René Wilke ist seit 2018 Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder) und engagiert sich bereits seit 2011 im Präsidium und im Hauptausschuss des Deutschen Städtetages. Er wurde bei der Landtagswahl im Land Brandenburg 2014 als Direktkandidat für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Frankfurt (Oder) in den brandenburgischen Landtag gewählt und vertrat den Wahlkreis dort bis zu seiner Mandatsniederlegung.

Sebastian Reißig

Referent

Sebastian Reißig studierte berufsbegleitend Sozialmanagement. 1998 gründete er den mittlerweile über die sächsischen Landesgrenzen hinaus bekannten Verein Aktion Zivilcourage. Seit 2001 arbeitet er dort als Geschäftsführer. Der Verein hat zurzeit etwas über 160 Mitglieder und 36 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten. Besonders die vernetzende und aktivierende Arbeit für Demokratie im ländlichen Raum ist der Organisation ein großes Anliegen. Als Teil von Expertengremien berät er u.a. verschiedene Bundesministerien sowie den Freistaat Sachsen in unterschiedlichen Funktionen. Im Jahr 2021 bekam für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen.